Oracle hat sein zweites Forschungs- und Entwicklungszentrum in Marokko eröffnet und wählte Agadir als Standort für eine Einrichtung, die das Engagement des amerikanischen Unternehmens für Cloud Computing und künstliche Intelligenz im Königreich vertieft. Die Einweihung fand am Montag, 29. Juni 2026 statt und zog hochrangige Vertreter aus Regierung und Industrie an.
Eine hochrangige Einweihung in der Hauptstadt Souss
An der Zeremonie nahmen Regierungschef Aziz Akhannouch, Digitalübergangsministerin Amal El Fallah Seghrouchni, Investitionsminister Karim Zidane und Simon de Montfort Walker, Executive Vice President von Oracle, teil. Die Wahl des Ortes hatte symbolisches Gewicht. Das Ereignis markiert die Neupositionierung Agadirs als nationales Technologiezentrum und verschiebt die Diskussion über Marokkos digitale Wirtschaft weit über die Achse Casablanca-Rabat hinaus. Bei der Einweihung rahmt Premierminister Akhannouch das Projekt als natürliche Fortsetzung von Marokkos nationaler Ambition ein. Er wies darauf hin, dass Oracles Entscheidung, ein neues F&E-Zentrum in Agadir zu eröffnen, bestätigt, dass Marokko nun als glaubwürdige, wettbewerbsfähige und attraktive Plattform für Forschung, Entwicklung und fortgeschrittene Technologien anerkannt ist. Das Ereignis spiegelt ein breiteres Bestreben marokkanischer Behörden wider, hochwertige Technologieinvestitionen in Regionen zu lenken, die von globalen Akteuren historisch übersehen wurden.
Was das Agadir-Zentrum bewirken wird
Das Agadir-Zentrum wird sich auf die Entwicklung von Technologien in mehreren strategischen Bereichen konzentrieren: Oracle Cloud Infrastructure, KI-gestützte Anwendungen, Datenplattformen und branchenspezifische Lösungen. Die Einrichtung bietet 75 Arbeitsplätze und dedizierte Räume für Konferenzen und ist damit eine kompakte, aber zielgerichtete Stätte, die darauf ausgelegt ist, lokales Ingenieurstalent zu aktivieren und Innovation außerhalb der großen Ballungszentren zu fördern. Das Zentrum ist kein eigenständiger Außenposten. Es passt sich in ein schnell wachsendes Ökosystem ein, das bereits die Oracle Cloud Region in Casablanca, eine zweite Cloud Region, die für Settat geplant ist, und das bereits in Betrieb befindliche F&E-Zentrum in Casablanca umfasst. Zusammen bilden diese Vermögenswerte eine Multi-City-Infrastruktur, die Marokko als Oracles primäre Entwicklungsbasis auf dem afrikanischen Kontinent positioniert.

Ausrichtung auf Marokkos KI- und Digitalfahrplan
Regierungsbeamte verankerten das neue Zentrum fest in der nationalen Digitalstrategie des Landes. Digitalübergangsministerin Seghrouchni erklärte, dass die Gründung dieses neuen Oracle F&E-Zentrums in Agadir die wachsende Attraktivität von Marokkos Regionen für hochwertige Technologieinvestitionen widerspiegelt und das Projekt vollständig mit dem nationalen Fahrplan "AI Made in Morocco" abgestimmt ist. Es trägt zur Innovation in künstlicher Intelligenz, Cloud Computing und Datenplattformen bei und stützt sich auf die Exzellenz marokkanischen Talents. Sie unterstrich auch die Rolle des Zentrums bei der Stärkung von Marokkos Position als digitaler Verbindung zwischen Afrika, Europa und dem Nahen Osten. Investitionsminister Zidane teilte diese Ansicht und betonte die territoriale Bedeutung des Augenblicks: Über Casablanca hinaus etablieren sich Städte im gesamten Königreich zunehmend als Innovationspole, was Marokkos Engagement für ausgewogene regionale Entwicklung widerspiegelt.
Oracles wachsende Präsenz in Marokko
Oracle ist seit 2017 in Marokko präsent und investiert weiterhin in lokale Innovation in fortgeschrittenen Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Cloud Computing, Cybersicherheit und Graphenverarbeitung. Das Casablanca F&E-Zentrum des Unternehmens, das sich im CasaNearshore Park befindet, soll schließlich über 800 Ingenieure, Entwickler und Techniker beherbergen. Oracle hat Talententwicklung auch zu einem zentralen Pfeiler seiner marokkanischen Strategie gemacht. Das Unternehmen investiert aktiv in Personalentwicklung: Im Jahr 2024 wurden 92% der für die Einstellung empfohlenen Praktikanten eingestellt. Der umfassendere Expansionsplan spiegelt nach Berichten von Infomediaire ein bewusstes Bemühen wider, die Tech-Arbeitskräfte Marokkos über die Hauptstadt hinaus zu vergrößern. Etwa 40% der geschaffenen Arbeitsplätze sind für Regionen außerhalb von Großcasablanca und Rabat-Salé-Kénitra vorgesehen, mit dem Ziel, professionelle Chancen im gesamten Königreich zu schaffen. Das Agadir-Zentrum ist ein direktes Produkt dieses Engagements.
Marokko festigt seinen Platz auf der globalen Tech-Karte
Oracles Entscheidung, eine zweite F&E-Flagge in Agadir zu setzen, sendet ein klares Signal: Marokkos Attraktivität für globale Technologieunternehmen ist nicht mehr auf seine Wirtschaftshauptstadt beschränkt. Mit der jetzt operativen Oracle Cloud Region Casablanca, einer zweiten Cloud Region, die für Settat geplant ist, und F&E-Zentren in Casablanca und Agadir trägt Oracle zum Aufbau eines Cloud- und KI-Ökosystems einzigartigen Ausmaßes im Königreich bei. Die Unterstützung des marokkanischen Staates durch seine Digitalstrategie fungiert als Beschleuniger und schafft ein steuerliches, regulatorisches und institutionelles Umfeld, das es Akteuren wie Oracle ermöglicht, in langfristige, hochwertige Projekte zu investieren. Für Agadir, eine Stadt, die lange mit Tourismus, Fischerei und Landwirtschaft verbunden war, markiert die Einweihung den Beginn eines neuen Kapitels seiner wirtschaftlichen Identität.
Basierend auf Berichten von Infomediaire (infomediaire.net)













